Zugegeben nicht ganz ernst gemeint aber trotzdem wahr: Das Gendern von Passwörtern erhöht deren Sicherheit.

Manche Menschen wählen Wort-Zahlenkombinationen, ggf. mit Sonderzeichen als Passwörter. Passwörter wie „5MitarbeiterHaben1Chef“ sind für Menschen gut merkbar, recht lang und widerstehen damit Brute-Force-Attacken. Zwar sind sie prinzipiell anfällig für Wörterbuchangriffe, das Risiko wird hier jedoch primär bei Offline-Angriffen bestehen, wenn also Passwort-Hashes in die Hand von Angreifern gelangen.

Wenn Sie nun das beispielhafte Passwort „5MitarbeiterHaben1Chef“ gendern, egal für welche Gendermethode Sie sich entscheiden, erhöhen Sie die Sicherheit signifikant:

  • „5MitarbeiterinnenUndMitarbeiterHaben1ChefinBzw1Chef“ ist viel länger als das Ursprungspasswort,
  • „5MitarbeiterInnenHaben1ChefIn“ ist auf Grund der unüblichen Schreibweise sicherer als das Ursprungspasswort,
  • „5Mitarbeiter*innenHaben1Chef*in“, „5Mitarbeiter_innenHaben1Chef_in“ oder auch „5Mitarbeiter/innenHaben1Chef/in“ enthalten Sonderzeichen etc.

Noch besser wird es, wenn verschiedene Gendermethoden kombiniert werden, z. B. bei Umlautungen. Aus „MeinArztIstEinGuterMediziner“ wird „Mein*eArzt/ÄrztinIstEin*eGute*rMedinziner*in“.

Von Dr. Martin H. Ludwig

Dr. Martin H. Ludwig ist Geschäftsführer der ima GmbH, leidenschaftlicher IT-ler und Datenschutzexperte. Wenn er Zeit findet, schreibt er über IT-Probleme oder -Besonderheiten im Blog.

Ein Gedanke zu „Zusätzliche Passwort-Sicherheit durch Gendern“

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