Dass ich so schnell den zweiten Teil des Artikels veröffentlichen würde, habe ich beim Schreiben des ersten Teiles nicht gedacht. Aber ich habe tatsächlich heute, am Sonntag, direkt ein Rückmeldung von Profitbricks erhalten. Die Nachfrage der Bankverbindung dürfte dem noch frühen Status der Applikation geschuldet sein: Die Testaccounts werden manuell freigeschaltet, die Angabe der Bankverbindung ist also zum Testen nicht erforderlich.

Design des virtuellen Datacenters

Das Design des virtuellen Datacenters erfolgt einfach; die Komponenten, Server, Netzwerkkabel, Speicherplatten und Verbindungen zu den Speicherplatten werden auf dem Bildschirm gezogen, als würde man sie physisch positionieren. Bei den Speicherplatten kann ausgewählt werden, ob ein von Profitbricks bereitgestelltes Image, zur Zeit ein Debian-Squeeze, Windows 2008 R2 (DE und EN) sowie ein Windows 2012-Preview, auf den Platten installiert werden soll. Diese Images haben laut Herrn H. die für die Virtualisierung optimierten Treiber bereits installiert.

Die Anlage der Testkonfiguration (zwei Rechner mit zwei kleineren Platten) war in wenigen Minuten durchgeführt).

Mittels eines Klicks auf einen Button der Darstellung der jeweiligen virtuellen Maschine konnte eine Konsole dieser Maschine gestartet werden, diese wurde in einem Java-VNC-Applet dargestellt. Die Zugangsdaten wurden während der erwähnten Anlage gemeinsam mit den IP-Adressen der Maschinen per E-Mail zugeschickt.

Virtuelle Hardware

Die beiden angelegten virtuellen Maschinen melden sich unter Linux mit einem AMD Opteron 23xx-Prozessor und je Prozessorkern mit 4400 Bogomips. Unter „/proc/cpuinfo“ ist bei den Prozessoren das svm-Flag gesetzt, so dass eine weitere Virtualisierung geprüft werden kann, ohne dass der Prozessor selbst emuliert werden müsste. Dass es sich um eine virtualisierte Maschine handelt, ist am gesetzten hypervisor-Flag erkennbar.

Einen weiteren Hypervisor unter dem KVM-Hypervisor von Profitbricks ablaufen zu lassen, also verschachtelte Virtualisierung, verlangt, dass die Virtualisierung selbst virtualisiert wird. Mit den eingesetzten AMD-Prozessoren ist dies prinzipiell möglich, so dass Xen, ein weiterer KVM oder auch Windows 7 mit der XP-Virtualisierung laufen könnten. Sowohl der Versuch, Xen 4.0 zu starten, als auch der Versuch, ein verschachteltes KVM zu starten, scheiterten jedoch. Vielleicht wurde im Basis-KVM der notwendige Parameter „nested=1″ nicht gesetzt – die Anzeige des svm-Flags spricht jedoch dagegen. Dies muss weiter untersucht werden.

Zum Abschluss des heutigen Tests wurden die installierten Maschinen unter Beibehaltung des Festplattenspeichers gelöscht. Auf diese Weise fallen keine CPU-Kosten an. Das Pausieren eines Servers, also im Prinzip das Ausschalten ohne dass weitere Kosten anfallen, ist leider zur Zeit nicht möglich.