Info-Blog der ima GmbH

Der Blog der ima GmbH aus Bochum: http://www.imagmbh.de/
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Die ima GmbH in Bochum, Ruhrgebiet, NRW ist EDV-Betreuer und EDV-Berater für kleinere und mittelständische Firmen. Unser Motto "Wir kümmern uns um Ihre EDV" bedeutet, dass wir erster Ansprechpartner in allen Fragen rund um die IT sind: Vor der Administration über Hardware und Software bis zur Programmierung und zum Web-Marketing: Sie nennen uns Ihr Problem, Ihre Aufgabe - wir finden eine passende Lösung.

Der Info-Blog

Im Info-Blog schreiben Mitarbeiter der ima über die Dinge, die ihnen in ihrer täglichen Arbeit auffallen und über Lösungen, die in der ima entwickelt wurden. Wenn Sie Fragen oder Anregungen zu den Artikeln haben: Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

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Jan17

Ein X für ein U vormachen – oder ein ö für ein ö … – Datenübertragung vom iPad und die Umlaute

von malu on Januar 17th, 2012 at 10:32
Posted In: Absurditäten, Aus dem Leben eines Administrators

Bei manchen Problemen hilft auch genaueres Hinsehen nicht, man muss den Dingen auf den Grund gehen. Ein Kunde erfasst Dokumente auf dem iPad und überträgt diese dann per SFTP mit einer App auf einen Windows-Server, auf dem ein SFTP-Server läuft. Dort wird das Dokument dann von einem Programm automatisch weiterverarbeitet.

Diese Weiterverarbeitung scheiterte nun bei jedem Dokument, das vom iPad übertragen wurde und einen Umlaut im Namen enthielt. Wurden Dokumente mit Umlauten im Namen aus anderen Quellen verarbeitet, funktionierte jedoch alles reibungslos. Was war die Ursache? Worin unterschieden sich die Dateinamen? Auf den ersten Blick sahen die Dateinamen im Windows-Explorer völlig korrekt und identisch aus, es waren keine Unterschiede festzustellen.

Eine Untersuchung des Dateinamens in der hexadezimalen Betrachtung brachte nun aber einen interessanten Unterschied ans Licht: Während die Umlaute der normalen Dateien klassisch kodiert waren, bestanden die Umlaute vom iPad aus zwei Einbyte-Zeichen, also keiner UTF-8, ISO oder erweiterten ASCII-Kodierung für einen Umlaut, sondern aus zwei Zeichen die überdruckt wurden. Das “ö” bestand somit z.B. aus dem Zeichen 0x6f (also ein “o”) und dem Zeichen 0xa8, quasi den Umlautpunkten.

Wir hatten es also hier mit zwei Problemen zu tun: Einerseits war das Weiterverarbeitungsprogramm fehlerhaft, es hätte auch mit diesen Dateinamen klarkommen müssen. Andererseits hat das iPad die Umlaute völlig falsch produziert, es hat quasi “optische” Umlaute produziert, also Zeichenkombinationen, die wie Umlaute aussehen, jedoch keine sind. Würde man später nach diesen Dateinamen suchen, so würde man sie niemals finden. Schließlich gäbe man bei der Suche ja “echte” Umlaute ein.

Wir haben nun nicht weiter überprüft, ob die Umlaute auf dem iPad falsch angelegt wurden (was wir für wahrscheinlicher halten) oder eine Umwandlung der Dateienamen während des SFTP-Transports stattfand, da dies für die Weiterverarbeitung nicht relevant war. Für den Kunden reichte es aus, den Fehler im Weiterverarbeitungsprogramm nachzuweisen, da eine Suche nach Dateinamen ausgeschlossen werden konnte.

└ Tags: iPad, Umlautdarstellung
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Jan11

Outlook und “vagabundierende” E-Mails

von malu on Januar 11th, 2012 at 08:58
Posted In: Aus dem Leben eines Administrators

Vielleicht werden Sie schmunzeln, wenn Sie unten die Auflösung des an uns herangetragenen E-Mail-Problems lesen. Aber dieses Problem zeigt anschaulich, wie moderne Benutzeroberflächen Benutzer irritieren und überfordern können. Doch zuerst das Problem:

Der Mitarbeiter eines Kunden beschwerte sich, E-Mails kämen bei ihm teilweise immer um einen Tag verspätet an. Z.B. wisse er von einer Mail, die gestern verschickt worden sei und heute noch nicht angekommen sei; morgen sei die Mail aber garantiert da.

Und ein anderes Problem sei, dass bei ihm Mails plötzlich verschwinden würden und dann am nächsten Tag wieder kämen. Also er habe die Mails schon gesehen, wollte diese dann im Homeoffice ausdrucken und die Mails seien regelmäßig weg. Am nächsten Tag kämen die Mails dann immer wieder.

Zur Infrastruktur sei angemerkt: Der Mitarbeiter arbeitet mit Outlook 2003 auf einem Terminalserver und dies ausschließlich, holt die Mails als nicht auch noch an anderen Systemen ab.

Ein sehr merkwürdiges Verhalten, oder? Die Lösung ist ebenso einfach wie leicht zu übersehen und liegt, Sie ahnen es vielleicht, in einem kleinen Pluszeichen: Der Mitarbeiter hatte sein Outlook so eingestellt, dass seine E-Mails nach Tagen sortiert und unter Zwischenüberschriften eingeordnet wurden, also “Datum: Heute”, “Datum: Gestern”, “Datum: Letzte Woche” etc. Nun ahnen Sie sicherlich Problem und Lösung: Der Bereich “Datum: Gestern” war eingeklappt. Outlook zeigt dann ja statt des kleinen Minuszeichens ein kleines Pluszeichen vor dem “Datum: Gestern” an, dies hatte der Mitarbeiter jedoch entweder übersehen oder war sich der Bedeutung nicht bewusst. Einen anderen Hinweis, dass sich ggf. Mails unter einem Punkt verbergen, gibt Outlook nicht.

Nun ist das beschriebene Verhalten erklärbar: Die Mail, die seiner Meinung nach morgen garantiert ankommen wird, wurde gestern schon empfangen, befindet sich also verborgen im Bereich “Datum: Gestern” und wird morgen in den Bereich “Datum: Letzte Woche” verrutschen.

Auch die “vagabundierenden” Mails sind verständlich: Der Mitarbeiter sieht eine frisch empfangene Mail unter “Datum: Heute”, im Homeoffice ist er aber am nächsten Tag, die Mails befindet sich nun unter “Datum: Gestern” und ist weggeklappt und damit unsichtbar. Wieder einen Tag später befindet sie sich dann unter “Datum: Letzte Woche” und ist damit wieder sichtbar.

EDV-Profis kennen das Prinzip des Einklappens und Ausklappens von Bereichen und schenken auch noch so kleinen Symbolen wie den Plus- und Minuszeichen entsprechende Bedeutung. Ein Anwender kann dies offensichtlich leicht übersehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

└ Tags: Outlook, verschwindende E-Mails
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Jan02

Sender-Based-Routing – MS-Exchange 2003

von malu on Januar 2nd, 2012 at 22:11
Posted In: Aus dem Leben eines Administrators

Lösungen für den E-Mail-Versand an zwei verschiedene Relay-Hosts (Smart-Hosts) bei unterschiedlichen Absenderdomänen in Verbindung mit MS-Exchange-2003.

Das Problem: Unser Kunde nutzt zwei E-Mail-Domänen, die er beide über seinen vorhandenen MS-Exchange-2003-Server laufen lassen möchte. Das ausführlichere Szenario lautet wie folgt: Es gibt die Domänen domäne1.de und domäne2.com. Ein Benutzer, nennen wir ihn Meyer, möchte über beide Domänen E-Mails empfangen und auch versenden. Er soll also die E-Mail-Adressen meyer@domäne1.de und meyer@domäne2.com besitzen.

Der Empfang von beiden E-Mail-Adressen wäre mit Exchange relativ problemlos möglich. Es muss lediglich eingestellt werden, dass der Exchange-Server für beide Domänen zuständig ist und beim Benutzer könnten beide E-Mail-Adressen eingetragen werden. Der alternative Versand über die Adressen ist damit jedoch unmöglich: Exchange versendet immer über die Haupt-E-Mail-Adresse und dies kann eben nur eine sein. Die einzige Lösung hier ist also, einen zweiten “Dummy-Benutzer” einzurichten. Somit bekommt der echte Benutzer “meyer” die E-Mail-Adresse meyer@domäne1.de und der zweite Dummy-Benutzer die E-Mail-Adresse meyer@domäne2.com. Beim Dummy-Benutzer wird ein “Senden-als”-Recht (und natürlich die sonstigen Rechte) für den normalen Benutzer im Exchange eingerichtet. Der normale Benutzer kann also das Postfach des Dummy-Benutzers bei sich einbinden und auch als Dummy-Benutzer und somit mit der Adresse meyer@domäne2.com senden.

Damit wäre das Problem gelöst – wären für die beiden Domänen domäne1.de und domäne2.com nicht unterschiedliche Provider und unterschiedliche Smarthosts zuständig. Mails mit der Absenderadresse der domäne1.de müssen also an den Smarthost mail.domäne1.de geliefert werden und Mails mit der Absenderadresse der domäne2.com an den Smarthost mail.domäne2.com. Es muss also ein Mailrouting in Abhängigkeit von der Absenderadresse durchgeführt werden, also ein “Sender-Based-Routing”. Ein eigentlich, zumindest in der Unix-/Linux-Welt alltäglicher Fall – für den Exchange 2003 jedoch eine nicht sinnvoll lösbare Herausforderung: Der Exchange 2003 beherrscht dieses Verfahren nicht. Erst ab Exchange 2007 gibt es diese Möglichkeit und auch hier nur mit Zusatzprodukten.

Mit dem Exchange 2003 gibt es nur eine technische Möglichkeit, das Problem zu lösen: Die Einrichtung von zwei SMTP-Konnektoren und die Zuordnung der beiden Benutzer zu den Konnektoren über die Rechteverwaltung: Der normale Benutzer mit der E-Mail-Adresse meyer@domäne1.de bekommt also nur das Recht auf den SMTP-Konnektor für den Smarthost mail.domäne1.de zuzugreifen und der Dummy-Benutzer mit der E-Mail-Adresse meyer@domäne2.com nur das Recht für einen zweiten SMTP-Konnektor für den Smarthost mail.domäne2.com. Offen gesagt, ein ziemlich übler Workaround, dies über die Rechteverwaltung zu realisieren, aber möglich.

Da wir es als nicht richtig empfunden hätten, den Kunden zu einem Upgrade des Exchange zu raten – schließlich hätte der Kunde außer Kosten davon nicht viel gehabt – und die skizzierte Rechtelösung von uns als schmutzig angesehen wurde, haben wir uns für folgende Lösung entschieden:

Beim Kunden vorhanden lief noch eine Linux-Maschine. Hier war es geradezu trivial, kurz ein Postfix als SMTP-Server zu installieren. Postfix beherrscht mit dem Paramater sender_dependent_relayhost_maps bzw. bis zur Version 2.3 mit dem Parameter sender_based_routing die Möglichkeit, verschiedene Smarthosts für verschiedene Absender vorzusehen. Wir haben also beim Kunden einen Postfix als Smarthost in Betrieb genommen, der in Abhängigkeit von der Absenderkennung die Mails nun an die richtigen Smarthosts verteilt. Der Exchange-2003-Server schickt nun alle Mails an seinen neuen Smarthost, den Linux-Rechner.

Zur Ehrenrettung des Exchange 2003 sei noch angemerkt, dass Postfix das Sender-Based-Routing auch erst seit der Version 2 beherrscht, die Ende 2002 erschienen ist.

 

 

└ Tags: 2003, Exchange, Sender-Based-Routing, Smarthost
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Dez24

Übertragen / Kopieren großer E-Mail-Mengen zwischen IMAP-Postfächern

von malu on Dezember 24th, 2011 at 13:05
Posted In: Aus dem Leben eines Administrators, E-Mail, Informationsverarbeitung

Möchte man von einem Mailprovider zu einem andern Mailprovider umziehen oder möchte man als Provider den eingesetzten IMAP-Server ändern oder möchte man nur E-Mails in einem Archivsystem archivieren, so bedeutete dies normalerweise das Übertragen großer Mengen von E-Mails von einem IMAP-Postfach in ein anderes IMAP-Postfach.

Kleinere Mengen von Mails können problemlos mit den üblichen Clientmailprogrammen, also z. B. Thunderbird oder Outlook kopiert werden. Bei größeren Mailmengen streiken diese Systeme jedoch entweder ganz oder arbeiten unzuverlässig: Schlägt das Kopieren einer Mail fehl, so wird der gesamte Vorgang abgebrochen, man hat also auf den neuen Server also nur einen Teil der Mails. Man muss sämtliche Ordner einzeln oder in Gruppen kopieren etc. In der Summe ein zeitaufwändiger und mühsamer Vorgang.

Da dies bei unseren Kunden und auch bei uns selbst häufiger vorkam, haben wir nun ein kleines Programm geschrieben, das diesen Vorgang übernimmt:

  • Die E-Mails werden zuverlässig übertragen.
  • Ordnerstrukturen werden angelegt.
  • Bei den Mails evtl. gesetzte Flags (z.B. “Seen”, “Answered” etc., aber auch auch selbstdefinierte Flags) werden übertragen, wenn das Zielsystem diese Flags kennt.
  • Ein Maileinlagerungsdatum wird beibehalten.
  • Gibt es bei der Übertragung einer Mail Probleme, so wird diese protokolliert und gespeichert, so dass solche Problemmails gesondert behandelt werden können.

Wenn Sie auch dieses Problem haben, so nehmen Sie einfach kurz mit uns Kontakt auf. Wir können Ihnen das Programm (in Perl geschrieben) entweder zur Verfügung stellen oder – noch einfacher – das Programm wird remote auf einer unserer Maschine ausgeführt.

└ Tags: E-Mail-Übertragung, IMAP, IMAP4
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Nov24

Das Finanzamt, Elster und Linux: Cookie-Übertragung fehlgeschlagen

von malu on November 24th, 2011 at 10:18
Posted In: Allgemein

Als Unternehmen kommt man um “Elster”, die elektronische Steuererklärung nicht herum. Um diese zu Nutzen, benötigt man ein Zertifikat. Die einfachste Möglichkeit hierfür ist ein Softwarezertifikat.

Elster arbeitet mit einem Java-Applet, welches sich bei der Version Ubuntu 11.10 mit der Fehlermeldung meldet:

Fehlende Voraussetzung

Cookie Übertragung fehlgeschlagen

Die Übermittlung des Cookies vom Applet an den Browser ist fehlgeschlagen. Die häufigste Fehlerursache ist, dass Cookies im Browser nicht aktiviert sind. Informationen dazu finden Sie in den FAQ. Falls sich der Fehler dadurch nicht beheben lässt liegt möglicherweise ein Problem mit dem Java-Plugin / dem Browser vor. Sie können in diesem Fall versuchen, einen anderen Browser zu verwenden.

Nun ist natürlich Java installiert und auch das Plugin im Browser funktioniert bestens. Ursache für den Fehler ist, dass Elster mit dem inzwischen in den Distributionen üblichen OpenJDK nicht klarkommt, sondern das – von den Lizenzen her eingeschränkte und in Zukunft wahrscheinlich eingestellte – “Original-JDK” von Sun / Oracle benötigt.

Was macht nun der Unternehmer, der die Konfiguration seines Rechners unter Linux nicht wg. dieser Inkompatibilität umstellen möchte: Er sucht eine Lösung. Und hier ist diese

  • Laden Sie die aktuelle Version des Oracle-JDK auf Ihr System: http://www.oracle.com/technetwork/java/javase/downloads/index.html
  • Auspacken nach /opt (als root)
    cd /opt
    tar -xpzf /temp/jre-7u1-linux-x64.tar.gz
    cd jre1.7.0_01/
  • Plugin im Firefox-Pluginverzeichnis einbinden (als Benutzer)
    cd ~/.mozilla/plugins
    ln -s /opt/jre1.7.0_01/lib/amd64/libjavaplugin_jni.so libjavaplugin_jni.so
    
  • Firefox mit Profile-Manager starten und ein neues Profil für Elster einrichten (firefox -ProfileManager)
  • Im neuen Profil das OpenJDK-Plugin (IcedTea-Web Plugin) deaktivieren
  • Den Firefox im normalen Profil starten und dort das Oracle-Plugin (Java(TM) Plug-in 1.7.0_01) deaktivieren.

Nun können Sie Elster mit dem Firefox nutzen, wenn Sie den Firefox mit dem Elster-Profil starten und arbeiten ansonsten mit dem OpenJDK.

    └ Tags: Cookie, Elster, OpenJDK, Ubuntu 11.10
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