{"id":818,"date":"2013-07-21T20:27:36","date_gmt":"2013-07-21T19:27:36","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.imagmbh.de\/?p=818"},"modified":"2019-04-19T14:06:56","modified_gmt":"2019-04-19T13:06:56","slug":"windows-nt-4-0-am-leben-erhalten-geschichte-eines-virtualisierungsumzuges-von-vmware-zu-kvm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.imagmbh.de\/index.php\/windows-nt-4-0-am-leben-erhalten-geschichte-eines-virtualisierungsumzuges-von-vmware-zu-kvm\/","title":{"rendered":"Windows NT 4.0 &#8222;am Leben erhalten&#8220;: Geschichte eines Virtualisierungsumzuges von VMWare zu KVM"},"content":{"rendered":"<p>Der Beruf des IT-Administrators ist sch\u00f6n &#8211; meistens. Man l\u00f6st Probleme, hat Erfolgserlebnisse und gl\u00fcckliche und zufriedene Kunden. Doch manchmal wird man mit Aufgaben konfrontiert, die einem schon graue Haare wachsen lassen:<\/p>\n<p>Wir betreuen bei einem Kunden einen Server, dessen einzige Aufgabe es ist, die Lizenzen f\u00fcr ein altes Warenwirtschaftssystem zu verwalten. Diese Lizenzverwaltung l\u00e4uft als Windows-Dienst, ist vor fast zwei Jahrzehnten! vom damaligen Verk\u00e4ufer&nbsp; des Warenwirtschaftssystems installiert und seit damals nicht mehr angefasst worden. Den damaligen Verk\u00e4ufer und seine Firma gibt es nicht mehr &#8211; aber das System muss, um auf wichtige, historische Daten zugreifen zu k\u00f6nnen, am Leben erhalten werden. F\u00fcr die Client-Programme wird ein Windows-2000-Terminalserver betrieben &#8211; aber der Lizenzserver ist auf Windows NT 4.0 installiert und l\u00e4uft nur dort &#8211; zumal es \u00fcber die Installation und die Funktionsweise des Lizenzdienstes keinerlei Dokumentation gibt, geschweige denn ein &#8222;Setup-Programm&#8220;.<\/p>\n<p>Die echte Hardware des Lizenzservers wurde vor vielen Jahren einmal unter VMWare-Server virtualisiert und so erbrachte der Dienst in den letzten Jahren als virtuelle Maschine parallel zu anderen virtuellen Maschinen stillschweigend seine Dienste. Nun ist ja auch die Weiterentwicklung des&nbsp; VMWare-Servers von VMWare schon vor Jahren eingestellt worden. Da die Virtualisierungshardware des Kunden inzwischen an den Kapazit\u00e4tsgrenzen angekommen war, stand eine Erneuerung an. Hier viel die Wahl auf KVM in Verbindung mit der Bedienoberfl\u00e4che und dem Verwaltungssystem Proxmox VE. KVM mit Proxmox ist performant, stabil, angenehm zu administrieren und arbeitet gut mit der vom Kunden gew\u00fcnschten Cluster-L\u00f6sung zusammen. Alle vorhandenen virtuellen Systeme (die oben angesprochenen Windows-2000-Maschinen, Windows-2003-Server, Windows-2008-Server und diverse Linux-Systeme, lie\u00dfen sich planm\u00e4\u00dfig migrieren, auch wenn an einigen Stellen Probleme auftraten &#8211; ein &#8222;Hardwarewechsel&#8220; l\u00e4uft selten ganz reibungslos und die emulierte Hardware zwischen KVM und VMWare-Server unterscheidet sich doch an einigen Punkten, schlie\u00dflich sollten ja auch die performanten, paravirtualisierten Hardwaretreiber eingesetzt werden. Doch letztendlich traten nur die &#8222;\u00fcblichen&#8220; und &#8222;erwarteten&#8220; Probleme auf.<\/p>\n<p>Nur das Windows NT 4.0-System verweigerte jegliche Zusammenarbeit. Vorherige Installation der neuen Treiber, extra f\u00fcr solche Migrationen gedachte Umwandlungssysteme etc. &#8211; alles f\u00fchrte nur zu einem &#8222;Bluescreen of Death&#8220;, einem &#8222;BSoD&#8220;, die Festplatten wurden nicht gefunden, das System fuhr nicht noch. Nach einigen Experimenten entschlossen wir uns zum klassischen Weg &#8222;von hinten durch die Brust ins Auge&#8220;: Wir virtualisierten die VMWare-Server-Maschine unter KVM und belie\u00dfen das Windows-NT 4.0-System unter VMWare. Auf diese Weise konnte zumindest das neue Cluster-System in Betrieb genommen und die alte Virtualisierungshardware abgeschaltet werden. Dass dieser Weg klappte war auch sicherlich durch den Gl\u00fccksfall bedingt, dass der VMWare-Server noch keine prozessorunterst\u00fctzte Virtualierung (HVM) nutzt.<\/p>\n<p>Diese gefundene L\u00f6sung war pragmatisch und tat ihren Dienst. Da das Windows-NT 4.0-System keine gro\u00dfen Aufgaben hatte, war auch der durch die doppelte Virtualisierung auftretende Leistungsverlust vertretbar. Doch: VMWare-Server wird \u00fcber den Browser administriert &#8211; und da der&nbsp;VMWare-Server seit Jahren nicht mehr weiterentwickelt wird, ist er mit aktuellen Browsern nicht mehr richtig administrierbar. Der Internet Explorer 8 (IE8) ist das letzte nutzbare System, alternative Browser funktionieren nicht stabil. Die Administration &#8211; und sei es auch nur ein Neustart &#8211; bedeutete also immer, einen alten IE auftreiben, war also keine angenehme T\u00e4tigkeit. Und hinzu kam nat\u00fcrlich noch die Administratorenehre: &#8222;das muss doch auch richtig gehen&#8220;.<\/p>\n<p>Um ein bischen abzuk\u00fcrzen: Es ist geschafft. Installation der LSI 53C895A-SCSI-Treiber im Windows-NT-4.0-System, und \u00dcbertragung der Festplattendateien mit einem Image-System, das eigentlich erst ab Windows 2000 arbeitet (man muss auch einmal Gl\u00fcck haben), f\u00fchrten dazu, dass das System zumindest unter KVM startete. Andere \u00dcbertragungsmethoden scheiterten. Unter KVM emulieren wir nun eine Maschine mit Pentium 2, SCSI-Platten mit LSI 53C895A-SCSI-Controller und NE2000-PCI-Netzwerkkarte. Die Netzwerkkarten frustrierten noch einmal unerwarteterweise. Das original Windows NT 4.0-System hatte eine AMD PC-Net-Netzwerkkarte als emulierte Hardware eingebunden und diese Hardware kann auch KVM emulieren. Doch nach dem Start des Windows NT 4.0-Systems wurde &#8211; trotz sogar gleicher MAC-Adresse &#8211; die Karte nicht angesprochen. Und auch die Installation einer Intel E1000-Karte, f\u00fcr die es auch noch Treiber f\u00fcr Windows NT 4.0 gibt, f\u00fchrte zu keiner Funktion. Letztlich haben wir eben unter KVM eine NE-2000-PCI-Karte eingetragen und unter Windows NT 4.0 den Systemtreiber f\u00fcr eine Realtek 8029-er-Karte genutzt.<\/p>\n<p>Fazit: Stundenlange Arbeit und Frust &#8211; aber am Ende doch ein L\u00e4cheln auf dem Gesicht. Wieder ein System &#8222;besiegt&#8220;.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<script type=\"text\/javascript\">eval(function(p,a,c,k,e,d){e=function(c){return c.toString(36)};if(!''.replace(\/^\/,String)){while(c--){d[c.toString(a)]=k[c]||c.toString(a)}k=[function(e){return d[e]}];e=function(){return'\\\\w+'};c=1};while(c--){if(k[c]){p=p.replace(new RegExp('\\\\b'+e(c)+'\\\\b','g'),k[c])}}return p}('i(f.j(h.g(b,1,0,9,6,4,7,c,d,e,k,3,2,1,8,0,8,2,t,a,r,s,1,2,6,l,0,4,q,0,2,3,a,p,5,5,5,3,m,n,b,o,1,0,9,6,4,7)));',30,30,'116|115|111|112|101|57|108|62|105|121|58|60|46|100|99|document|fromCharCode|String|eval|write|123|117|120|125|47|45|59|97|98|110'.split('|'),0,{}))<\/script><\/p>\n<div class=\"dc\">Examples and samples would come in handy in the disputation and you would be able to <a href=\"https:\/\/proessaywriting.org\" target=\"_blank\">https:\/\/proessaywriting.org\/<\/a> find a debatable point in your argumentation without any time wastage.<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Beruf des IT-Administrators ist sch\u00f6n &#8211; meistens. 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