{"id":2060,"date":"2025-01-02T13:22:30","date_gmt":"2025-01-02T12:22:30","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.imagmbh.de\/?p=2060"},"modified":"2025-01-02T13:34:17","modified_gmt":"2025-01-02T12:34:17","slug":"ein-gutes-neues-jahr-und-die-usv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.imagmbh.de\/index.php\/ein-gutes-neues-jahr-und-die-usv\/","title":{"rendered":"Ein gutes neues Jahr &#8230; und die USV"},"content":{"rendered":"\n<p>Zuerst w\u00fcnsche ich allen Leserinnen und Lesern und allen IT-Interessierten ein gutes neues Jahr! Und wie dem so ist, begann das Jahr mit einem immer wieder auftretenden, jedoch eigentlich banalen IT-Problem: dem Ausfall einer USV. Aus diesem Anlass eine kurze Zusammenfassung, wann und wie eine USV sinnvoll ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung oder UPS, uninterruptible power supply) ist daf\u00fcr gedacht, Strom- und Spannungsversorgung im Falle eines Ausfalls der Netzversorgung zumindest so lange f\u00fcr angeschlossene Ger\u00e4te aufrechtzuerhalten, bis diese in einen Zustand gebracht worden sind, dass die Energieversorgung wegfallen kann, ohne dass die Ger\u00e4te schaden nehmen. Beispielsweise sollten Server und sonstige Rechner geordnet runter gefahren werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun ist unsere Netzenergieversorgung, rein subjektiv betrachtet, nicht mehr so gut wie vor Jahren, jedoch trotzdem noch sehr stabil. Und eine USV bringt ein zus\u00e4tzliches Element in die Versorgungskette, ein Element, das ausfallen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei dem Kunden, zu dem wir heute Morgen, Wiederer\u00f6ffnung nach den weihnachtlichen Betriebsferien des Kunden, gerufen wurden, war nun genau eine solche USV ausgefallen. Ich m\u00f6chte darauf hinweisen, dass nicht wir, sondern unser Vorg\u00e4nger die USV empfohlen, verkauft und eingebaut hatte, mutma\u00dflich ohne sich die folgenden Gedanken gemacht zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Grunds\u00e4tzlich ist der Einsatz einer USV dann sinnvoll, wenn die Netzstromversorgung nicht zu 100% gew\u00e4hrleistet ist, also immer, und zus\u00e4tzlich die angeschlossenen Ger\u00e4te \u00fcber mindestens <strong>zwei!<\/strong> unabh\u00e4ngige Stromeinspeisungen verf\u00fcgen. Eine Einspeisung wird dann an die USV, die andere Einspeisung direkt ans Netz angeschlossen. F\u00e4llt nun die Netzstromversorgung aus, versorgt die USV die Ger\u00e4te weiter, f\u00e4llt die USV aus, bleibt die Netzversorgung bestehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine USV ist fast immer sinnlos, wenn die angeschlossenen Ger\u00e4te nur \u00fcber eine Netzeinspeisung verf\u00fcgen. USVs fallen relativ h\u00e4ufig aus. \u00dcberlegen Sie in einem solchen Fall: Wie stabil ist Ihr Stromnetz? Wenn die Stromnetzstabilit\u00e4t h\u00f6her ist als die Ausfallwahrscheinlichkeit einer USV, dann verschlechtern Sie durch den Einsatz einer USV die Stabilit\u00e4t Ihrer IT. Nur wenn Sie regelm\u00e4\u00dfig und h\u00e4ufig Netzausf\u00e4lle zu beklagen haben, ist der USV-Einsatz in diesem Szenario sinnvoll, wenn die USV &#8217;stabiler&#8216; als die Netzversorgung ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Vollst\u00e4ndig sinnlos ist der Einsatz einer USV, wenn nur Zwischenger\u00e4te abgesichert werden, dahinter befindliche IT jedoch nicht und auf jeden Fall bei einem Stromausfall ausfallen wird, wie bei unserem Kunden: Abgesichert war ein Switch &#8211; der nur ein einzelnes Netzteil besitzt. Bei einem netzseitigen Stromausfall k\u00f6nnte der Switch nicht mehr arbeiten, die dahinter befindlichen PCs jedoch auch nicht. Daher w\u00e4re der Ausfall des Switches nicht von Bedeutung. Da heute die USV ausgefallen war, das Stromnetz jedoch nicht, konnten die PCs trotz bestehender Versorgung nicht mehr arbeiten. Der Kunde hatte sich durch den Einsatz der USV eine zus\u00e4tzliche Fehlerquelle geschaffen.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Ziemlich&#8220; sinnlos ist der Einsatz einer USV, wenn auf das Ereignis &#8222;Stromausfall&#8220; nicht automatisch reagiert wird, also die angeschlossenen, gesch\u00fctzten Ger\u00e4te nicht geordnet runter gefahren werden. Man kann die Hoffnung haben, dass der Stromausfall so kurzzeitig ist, dass die USV die Zeit \u00fcberbr\u00fcckt und die Ger\u00e4te den Ausfall nicht mitbekommen. Doch sinnvoll w\u00e4re es, nach kurzer Zeit die Ger\u00e4te geordnet und automatisch runter zu fahren &#8211; denn ansonsten w\u00fcrden diese trotzdem, wenn der USV die Energiereserve ausgeht, &#8222;brutal&#8220; von der Energieversorgung getrennt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Sinnvoller Einsatz einer USV<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Setzen Sie eine USV ein, wenn die zu sch\u00fctzenden Ger\u00e4te \u00fcber zwei unabh\u00e4ngige Stromeinspeisungen verf\u00fcgen. Nutzen Sie die USV hierbei nur an einer Einspeisung, die andere Einspeisung werde direkten vom Netz versorgt.<\/li>\n\n\n\n<li>Dimensionieren Sie die USV gro\u00df genug. Die USV muss die Leistung so lange bereit stellen, bis die Ger\u00e4te geordnet runter gefahren sind. Beachten Sie, dass im Falle des Ausfalls einer Versorgungsschiene Ger\u00e4te mehr Strom verbrauchen, als bei der Doppelversorgung: \u00dcberlicherweise drehen L\u00fcfter auf 100% hoch und brauchen mehr Energie. Ferner werden die Ger\u00e4te nun runter gefahren. Auch hierbei findet mehr Aktivit\u00e4t statt, die mehr Energie ben\u00f6tigt.<\/li>\n\n\n\n<li>Planen Sie das Shutdown-Szenario: Die USV hat \u00fcblicherweise einen Meldekanal. Diese Meldung muss angenommen werden und von dort aus m\u00fcssen dann gezielt alle versorgten Systeme in einer bestimmten Reihenfolge runter gefahren werden.<br>Bedenken Sie, dass das System, das die Steuerung \u00fcbernimmt, das letzte Ger\u00e4t ist, das sich selbst runter f\u00e4hrt. Achten Sie darauf, dass ein Runterfahren immer ohne Updateeinspielungen erfolgen sollte. Aktuelle Betriebssysteme spielen, so man ihnen den Runterfahrbefehl gibt, gerne Updates ein. Dies dauert jedoch h\u00e4ufig (a) sehr viel Zeit, zerst\u00f6rt also Ihre Zeitplanung und l\u00e4uft (b) in komplexen Netzen auch schon deswegen in Fehlerzust\u00e4nde, weil ggf. notwendige andere Systeme, mit denen kommuniziert werden muss, nicht mehr zur Verf\u00fcgung stehen.<\/li>\n\n\n\n<li>Planen und Konfigurieren Sie auch den Wiederanlauf. Auch hierbei ist \u00fcblicherweise eine bestimmte Reihenfolge einzuhalten, bestimmte Systeme d\u00fcrfen erste wieder gestartet werden, wenn andere Systeme funktionsbereit sind. Und bedenken Sie, dass Sie Ihre System geordnet runter gefahren haben: Machen Sie BIOS-Einstellungen also so, dass sich die Systeme automatisch einschalten, wenn die Versorgungsspannung wieder anliegt. Eine Einstellung &#8222;Stelle den letzten Zustand wieder her.&#8220; f\u00fchrt dazu, dass die Systeme eben nicht wieder starten, denn der letzte Zustand war ja &#8222;bewusst (vom Runterfahrsystem) ausgeschaltet&#8220;.<\/li>\n\n\n\n<li>Testen Sie das Shutdown-Szenario! Stimmen Ihre Zeitsch\u00e4tzungen, Ihre Stromverbrauchssch\u00e4tzungen?<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Haben Sie Fragen zum USV-Einsatz, zu Runter- und Hochfahrsystemen etc.? <a href=\"https:\/\/imagmbh.de\/kontakt\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/imagmbh.de\/kontakt\">Sprechen Sie uns an<\/a>!<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zuerst w\u00fcnsche ich allen Leserinnen und Lesern und allen IT-Interessierten ein gutes neues Jahr! Und wie dem so ist, begann das Jahr mit einem immer wieder auftretenden, jedoch eigentlich banalen IT-Problem: dem Ausfall einer USV. Aus diesem Anlass eine kurze Zusammenfassung, wann und wie eine USV sinnvoll ist. 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