{"id":2002,"date":"2024-01-02T15:41:10","date_gmt":"2024-01-02T14:41:10","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.imagmbh.de\/?p=2002"},"modified":"2024-01-02T16:01:31","modified_gmt":"2024-01-02T15:01:31","slug":"zeit-fuer-den-umstieg-vom-vmware-zu-kvm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.imagmbh.de\/index.php\/zeit-fuer-den-umstieg-vom-vmware-zu-kvm\/","title":{"rendered":"Zeit f\u00fcr den Umstieg vom VMware zu KVM"},"content":{"rendered":"\n<p>Als herstellerunabh\u00e4ngiger IT-Dienstleister f\u00fcr mittelst\u00e4ndische Unternehmen betreuen wir alle \u00fcblichen Virtualisierungsl\u00f6sungen: KVM (Linux Kernel-based Virtual Machine), Xen, VMware und Microsoft Hyper-V.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn wir f\u00fcr unsere eigene Virtualisierungsinfrastruktur auf KVM setzen, so gibt es, je nach Anwendungsbereich, Szenarien, in denen eine der anderen Virtualisierungsl\u00f6sungen besser geeignet sind. Doch f\u00fcr Unternehmen, die bisher auf VMware setzten, ist nun der Zeitpunkt gekommen, \u00fcber einen Wechsel zu KVM, z. B. in Verbindung mit Proxmox nachzudenken und diesen Wechsel zu eruieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Genau genommen ist KVM nur das reine Virtualisierungssystem, das die Virtualisierung  bereit stellt. Linux- und Open-Source-typisch arbeiten mehrere, jeweils spezialisierte Open-Source-Komponenten zusammen, um ein optimales Gesamtsystem zu erreichen. Bei Proxmox\/KVM stellt Proxmox die Bedienoberfl\u00e4che und die &#8222;Komposition&#8220;, KVM dient als Virtualisierer, QEMU als Hardwareemulation, ZFS (oder auch qcow2 mit unterliegendem Dateisystem) als Speichersystem, Corosync als Cluster-Manager etc.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei den Konkurrenten VMware und Microsoft Hyper-V sind die Einzelkomponenten eigenentwickelt oder die Quelle wird verschwiegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle vier Systeme bieten die Grundf\u00e4higkeiten, die Virtualisierung von Hardware, kostenfrei an. Teuer wird es jedoch, wenn im IT-Betrieb sinnvolle, ggf. notwendige &#8222;Administrationsf\u00e4higkeiten&#8220; ben\u00f6tigt werden. Beispiele f\u00fcr solche F\u00e4higkeiten sind<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>redundante Systeme,<\/li><li>Cluster, bei denen man virtuelle Maschinen zwischen verschiedenen Hardware-Servern im laufenden Betrieb verschieben m\u00f6chte,<\/li><li>Backups von virtuellen Servern,<\/li><li>generell die Verwaltung von mehreren Hardware-Servern etc.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Hier werden bei kommerziellen Produkten schnell viele 1.000 Euro an Lizenzkosten f\u00e4llig. Laufenden Supportkosten sind bei allen Systemen ungef\u00e4hr gleich: Support ben\u00f6tigt Know-how und Know-how kostet Geld.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Anlass f\u00fcr den Artikel: Lizenz\u00e4nderung bei VMware<\/h2>\n\n\n\n<p>VMware wurde 2023 von Broadcom gekauft. Einer der ersten Schritte des neuen Eigent\u00fcmers war die Lizenz\u00e4nderung. Wurden VMware-Produkte bisher verkauft, d. h. der K\u00e4ufer erwarb eine Lizenz und durfte die Software nutzen, &#8222;lediglich&#8220; f\u00fcr Upgrades und Support musste bezahlt werden, wird die Software inzwischen nur noch vermietet. Wird also der Mietvertrag gek\u00fcndigt, darf und kann die Software nicht mehr genutzt werden. Dies bedeutet, dass Abh\u00e4ngigkeit vom Hersteller und Kosten steigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum 4.2.2024 k\u00fcndigte der neue Eigent\u00fcmer nun auch alle Partnervertr\u00e4ge. Das bedeutet, dass VMware-Kunden sich f\u00fcr die Lizenzen auch neue Lieferanten suchen m\u00fcssen. Da wir auch bisher nur auf Kundenseite standen und daher keine &#8222;Vertriebspartnerschaft&#8220; mit VMware eingegangen waren, sind wir von diesem Problem nicht betroffen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Todo f\u00fcr VMware-Kunden<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn Sie VMware-Kunde sind und VMware einsetzen, werden Sie in Zukunft auf das Mietmodell wechseln m\u00fcssen und hierdurch h\u00f6here Lizenzkosten tragen m\u00fcssen. Neben die Lizenzkosten f\u00fcr das Virtualisierungssystem VMware werden Sie mit gro\u00dfer Sicherheit auch Lizenzkosten f\u00fcr ein Backupsystem tragen m\u00fcssen. Sollten Sie hier Veeam einsetzen, so wurden Sie von der Umstellung auf ein &#8222;Mietmodell&#8220; schon vor einem Jahr &#8222;erwischt&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir empfehlen, zu \u00fcberlegen, welche Funktionen Sie im Bereich der Virtualisierung brauchen und nutzten und dann geplant auf eine Open-Source-L\u00f6sung wie z. B. KVM\/Proxmox zu wechseln. Gerne unterst\u00fctzen wir Sie hierbei &#8211; sowohl beim Wechsel als auch in der Betreuung. Sie k\u00f6nnen sich sicher sein, dass Ihre <strong>IT-Kosten hierdurch sinken werden<\/strong>. <a href=\"https:\/\/imagmbh.de\/kontakt\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Sprechen Sie uns an.<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wo k\u00f6nnen Probleme auftreten<\/h2>\n\n\n\n<p>Wir m\u00f6chten nicht verschweigen: Es gibt einen Anwendungsfall, in denen KVM noch nicht empfohlen werden kann: Fault tolerance. Fault tolerance bedeutet, dass im Falle eines Ausfalls eines Server nicht der Ersatzserver automatisch gestartet wird, sondern diese ohne jegliche Unterbrechung einspringt. In der Praxis bedeutet dies, dass entweder jede Operation nicht nur auf dem Hauptsystem aufgef\u00fchrt wird, sondern als Schattenoperation auch auf dem sekund\u00e4ren System ausgef\u00fchrt wird (Lockstep-Technik). Alternativ wird zur Laufzeit auch der RAM-Inhalt und auch die Prozessorregister sowie der Prozessorzustand und der Zustand aller sonstigen (virtuellen) Hardwarekomponenten gespiegelt. Zwei Systeme sind also zur Laufzeit zu jedem Zeitpunkt immer 100%ig identisch. Bei Ausfall der prim\u00e4ren Hardware kann die sekund\u00e4re Hardware also exakt einspringen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr diesen, extrem seltenen Anwendungsfall kann KVM aktuell nicht empfohlen werden. Zwar gab es hier im Open-Source-Umfeld L\u00f6sungsans\u00e4tze, die jedoch nicht produktionsreif geworden sind &#8211; die Notwendigkeit f\u00fcr solche L\u00f6sungen waren zu gering. Hier kann aktuell nur auf Stratus ftServer sowie auf VMware FT verwiesen werden. Auch wenn Sie wirklich fault tolerance ben\u00f6tigen, freuen wir uns \u00fcber eine <a href=\"https:\/\/imagmbh.de\/kontakt\" data-type=\"URL\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">kurze Nac<\/a><a href=\"https:\/\/www.imagmbh.de\/kontakt\" data-type=\"URL\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">hricht<\/a> &#8211; einfach deswegen, weil wir bisher kaum Anwendungsf\u00e4lle vorstellen konnten, in denen echte fault tolerance (und nicht nur HA, high availibility) wirklich ben\u00f6tigt wurden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als herstellerunabh\u00e4ngiger IT-Dienstleister f\u00fcr mittelst\u00e4ndische Unternehmen betreuen wir alle \u00fcblichen Virtualisierungsl\u00f6sungen: KVM (Linux Kernel-based Virtual Machine), Xen, VMware und Microsoft Hyper-V. 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