{"id":1863,"date":"2022-04-11T23:32:14","date_gmt":"2022-04-11T22:32:14","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.imagmbh.de\/?p=1863"},"modified":"2022-04-12T14:20:17","modified_gmt":"2022-04-12T13:20:17","slug":"lesys-benutzys-administratys-ein-genderbeitrag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.imagmbh.de\/index.php\/lesys-benutzys-administratys-ein-genderbeitrag\/","title":{"rendered":"Lesys, Benutzys, Administratys &#8211; ein Genderbeitrag"},"content":{"rendered":"\n<p>Wir schreiben Anleitungen, Berichte, Dokumentationen. Und auch wir \u00fcberlegen, wie sinnvoll &#8222;gegendert&#8220; werden kann, wie wir formulieren k\u00f6nnen, dass sich alle, insbesondere alle Geschlechter angesprochen f\u00fchlen. Die Ansichten im Unternehmen waren breit gef\u00e4chert: \u00c4rgern \u00fcber die reine Verwendung des grammatikalischen Maskulinums \u00fcber die parallele Nutzung der weiblichen und der m\u00e4nnlichen grammatikalischen Form, der Verwendung der &#8222;Fu\u00dfnotenvariante&#8220; wie unten beschrieben bis zur Aussage, das gammatikalische Geschlecht habe absolut nichts mit dem biologischen oder sozialen Geschlecht zu tun und es sei selbstverst\u00e4ndlich, dass mit einem &#8222;Administrator&#8220; jeder Mensch gemeint sei, der die Aufgaben eines Adminitratys (s.u.) wahrnehme.<\/p>\n\n\n\n<p>Offen geschrieben: Wir schreiben, um gelesen zu werden, wir m\u00f6chten die Menschen ansprechen. In Slogans, kurzen Statements, \u00dcberschriften k\u00f6nnen Gender-Sternchen, Gender-Unterstriche etc. verwendet werden. Dort st\u00f6ren diese Zeichen den Lesefluss zwar auch, die Unterbrechung ist jedoch auf Grund der Textk\u00fcrze vertretbar. Bei l\u00e4ngeren Texten hingegen werden diese Nicht-Buchstaben, je nach Person, entweder \u00fcberlesen oder sie st\u00f6ren den Lesefluss. Daher haben wir uns in Texten bisher immer gegen ein Gendern mittels Sonderzeichen entschieden. Abgesehen, ist ein Gendern mittels Sonderzeichen nicht aussprechbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Alternative mit &#8222;Binnen-I&#8220; empfinden wir als ungeeignet, da die Nachteile \u00fcberwiegen. Auch hier stockt der Lesefluss, Gro\u00dfbuchstaben in W\u00f6rter geh\u00f6ren dort nicht hin. Ferner werden mit dem Binnen-I zwar offensichtlich Frauen und M\u00e4nner angesprochen &#8211; doch mit dieser Positionierung w\u00fcrden wir der mehr als bin\u00e4ren Realit\u00e4t nicht gerecht. Zus\u00e4tzlich f\u00fchrt das Binnen-I in der gesprochenen Sprache faktisch zu rein grammatikalisch weiblichen Formen und zus\u00e4tzlich zu falschen W\u00f6rtern: Der \/ Die AdministratorIn oder der \/ die LeserIn ginge, doch wie sieht es z. B. mit dem Koch und der K\u00f6chin aus, der \u00c4rztin und dem Arzt? Wie Sie gesehen haben:  Die Artikelfrage kommt hinzu.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Vergangenheit haben wir h\u00e4ufig sowohl die weibliche als auch die m\u00e4nnliche Form parallel als Aufz\u00e4hlung genutzt, liebe Leserin, lieber Leser. Doch auch hierbei bleibt die Problematik der bin\u00e4ren Formulierung. Zus\u00e4tzlich wird der Text aufgebl\u00e4ht.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch eine Einleitungsfu\u00dfnote der Art &#8222;Der besseren Lesbarheit halber nutzen wir die grammatikalisch m\u00e4nnliche Form, meinen aber selbstverst\u00e4ndlich alle Geschlechter.&#8220;, l\u00f6st das gesellschaftlich induzierte Problem nicht. Zwar bleiben Texte lesbar, die gew\u00fcnschte Diskussion wird jedoch zur Fu\u00dfnote.<\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht war die Idee anfangs satirisch gemeint, doch uns hat der Ansatz \u00fcberzeugt: Gendern oder Entgendern nach Phettberg. Nach kurzer Eingew\u00f6hnung ist es einfach zu lesen, einfach zu schreiben, sogar einfach zu sprechen. Alle denkbaren Geschlechter werden angesprochen, der Lesefluss bleibt erhalten. Das Prinzip: Wortstamm und &#8222;y&#8220; im Singular, Wortstamm und &#8222;ys&#8220; als Plural, grammatisches Geschlecht: s\u00e4chlich (also das). Also<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Lesy, Lesys,<\/li><li>Administraty, Administratys,<\/li><li>Autory, Autorys<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Wir werden es zumindest in Texten der oben genannten Art ausprobieren: k\u00f6nnen wir so schreiben, ist es besser lesbar, kommt es bei den Lesys besser an. <\/p>\n\n\n\n<p>M\u00f6chten Sie weitere Informationen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Ein Artikel von Thomas Kronschl\u00e4ger in &#8222;Aus Politik und Zeitgeschichte&#8220; der Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.bpb.de\/shop\/zeitschriften\/apuz\/geschlechtergerechte-sprache-2022\/346085\/entgendern-nach-phettberg\/\" target=\"_blank\">https:\/\/www.bpb.de\/shop\/zeitschriften\/apuz\/geschlechtergerechte-sprache-2022\/346085\/entgendern-nach-phettberg\/<\/a><\/li><li>Etwas humoristischer, ein Science-Slam, ebenfalls von Thomas Kronschl\u00e4ger <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=1BfDggDMId4\" target=\"_blank\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=1BfDggDMId4<\/a><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Wir freuen uns auf Ihre Kommentare und Meinungen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir schreiben Anleitungen, Berichte, Dokumentationen. 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