Am 8. April ist es nun soweit. Microsoft wird das nun seit 11 Jahren verfügbare Betriebssystem nicht mehr mit Sicherheitsupdates versorgen. Immer noch ist auf über 15% aller PC’s in Deutschland Windows XP installiert. Diese Nutzer sollten sich der Frage stellen, ob eine weitere Nutzung im Unternehmen vertretbar ist und welche Alternativen es gibt!

Grundsätzlich gilt, dass Windows XP auch jetzt schon deutlich verwundbarer ist als aktuellere Betriebssysteme. Laut Microsoft sind Windows XP Systeme doppelt so häufig mit Schadsoftware verseucht wie neuere Windowsversionen. Bedenklich wird es, sobald kritische Lücken nicht mehr geschlossen werden. Ab dann kann auch das vermeintlich unbedenkliche surfen auf „sicheren Seiten im Netz“ zu einem Glücksspiel werden. Durch manipulierte Werbeserver versuchen Cyberkriminelle z.B. auf eigentlich vertrauenswürdigen Seiten über Werbebanner Schadcode auszuliefern.

Aber genug der Panikmache!

Stellen Sie sich der Thematik! Machen Sie sich Gedanken zum Arbeitseinsatz der betroffenen PC’s. Hier lautet die Frage:

Welche Aufgaben erledigt der Rechner und ist dafür zwingend Windows XP nötig?

Wenn Windows XP zwingend notwendig ist

Ein entscheidener Grund für XP kann sein, dass die benötigte Software ausschließlich unter Windows XP läuft und es auch keine Möglichkeit gibt, die Software zu ersetzen, sei es durch eine neuere Version oder eine Software eines anderen Anbieters. In diesem Fall empfiehlt es sich, auf diesem Arbeitsplatz nur noch die „alte Software“ einzusetzen und den Rechner nur abgeschottet im Netzwerk zu betreiben (Einsatz von vernünftigen Firewall-Regeln). Sofern die bestehende Hardware genügend „Power“ für das alternative Betriebssystem hat, besteht die Möglichkeit, Windows XP zu virtualisieren, um sich die Anschaffung eines neuen PC’s zu sparen. Somit laufen die restlichen Prozesse im neuen Umfeld und nur die nicht migrierbare Software wird in einer getrennten Umgebung ausgeführt.

Bei der Frage, ob Windows XP noch mit vertretbarem Risiko einzusetzen ist, kann die Antwort nur mit „Ja“ beantwortet werden, wenn in Zukunft von diesem Arbeitsplatz keine Daten mit dem Internet ausgetauscht werden (Ausnahme: ausschließlich wenige, eindeutig definierte, vertrauens­würdige Ziele).

Alternativen zu neuen Windows-Lizenzen

Betrachten wir nun die Arbeitsplätze, auf denen ein alternatives Betriebssystem zum Einsatz kommen kann. Ich spreche hier bewusst von „alternativ“, denn die IT-Welt bietet auch Linux. Häufig wird nur Windows 7 oder Windows 8 als Ablösung von Windows XP gesehen und somit über hohe Investitionen in Lizenzen geklagt. Gerade jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um über die Einführung von Opensource-Software nachzudenken. Da Sie sich bereits mit der Definition der Aufgaben für die PC’s auseinander gesetzt haben, ist es nur noch ein wenig Mehraufwand, den Horizont auf Software im Linuxumfeld zu erweitern. Gerne helfen wir Ihnen bei der Endscheidung, inwieweit Opensource-Software in Ihrem Unternehmen zur Kostenreduktion beiträgt. Unabhängig davon, ob der Einsatz von Opensource-Software sinnvoll ist, muss ein Betriebssystemwechsel gründlich geplant werden und nicht auf Grund des Support-Ende übereilt stattfinden. Nicht immer ist der Wechsel nur durch die Installation des neuen Betriebssystems erledigt. Nur wer plant, ist davor sicher, Überraschungen in Form von Inkompatibilitäten zu erleben. Wir bieten Ihnen an, herauszufinden, welchen Nutzen Sie durch die Ablösung von Windows XP haben oder wie sie sicher Windows XP weiter betreiben können.

Sprechen Sie uns an. Wir unterstützen Sie gerne!