In der letzten Woche wurden wir mit einer besonders unschönen Installationssituation konfrontiert: Auf einer bestehenden Hardware sollte ein Windows-XP neu installiert werden. Auf dem betreffenden Rechner war schon einmal Windows-XP installiert worden, diese Installation war jedoch inzwischen unbrauchbar geworden. Eine Standard-Installations-CD (XP, Servicpack 3) lag vor, Treiber CDs oder Disketten waren nicht vorhanden. Auf dem Motherboard gab es jedoch einen Raid-Controller, der auch genutzt werden sollte. Der Rechner besaß ein Diskettenlaufwerk.

Der Installationsversuch mit der Windows-CD führte sehr schnell zu dem Ergebnis, dass der Raid-Controller nicht von Windows-XP in der Standardversion unterstützt wurde. Aus diesem Grunde wurde von der Herstellerseite des Motherboards der vermeintlich passende Treiber beschafft und auf eine Diskette kopiert. Anzumerken ist, dass der Hersteller lediglich eine Version dieses Treiber bereitstellte, ältere Versionen waren nicht vorhanden.

Leider erfüllte dieser Treiber nicht seinen Zweck: Windows erkannte ihn und lud ihn. Jedoch wurden die Festplatten trotzdem nicht erkannt. Wir haben noch einen weiteren Installationsversuch mit generischen Treibern des Chipsatzherstellers unternommen, der jedoch auch nicht zu einer Funktion führte: Offensichtlich hatte der Boardhersteller Anpassungen bei der Chipeinbindung unternommen. Auch ein testweise unternommener Startversuch mit einer “Windows-XP-Servicepack-2-Version” führte zu keinem Erfolg.

Da die ursprünglichen (ja damals funktionierenden) Treiber nicht mehr vorhanden waren und die beschaffbaren Treiber offensichtlich inkompatibel mit dem System und der vorhandenen Windows-Version waren, musste nun eine wirtschaftliche Entscheidung getroffen werden. Vielleicht hätte weiteres Suchen im Internet nach alten Treiberversionen, das Experimentieren mit Treibern desselben Chipsatzes aber anderer Boards oder ähnliche Maßnahmen zu einer Erfolg geführt. Der hierfür notwendige Aufwand hätte jedoch in keinem Verhältnis zu den entstehenden Kosten gestanden.

Der Kunde hat sich daher auf unseren Rat hin entschieden, auf eine neueres Betriebssystem zu wechseln, bei dem die notwendigen Treiber im Betriebssystem integriert waren.